Keine Schönheit dauert ewig an. Deswegen ist mein Vorhaben die Schönheit des menschlichen Körpers aufzufassen und sie zu einem Kunstwerk zu  umgestalten. Der Körper stellt in seiner nackten Wehrlosigkeit eine unendliche Quelle an Inspiration dar. Er dient mir als körperliche Vorlage, dank der ich imstande bin Kunstwerke zu schaffen, die Tausende an Sichtwinkeln anbieten. Mit der Gießtechnik schaffe ich einen Abguss des Körpers, dessen Reliefdarstellung die Wahrnehmung des Körpers als Design in seiner einfachen Vollkommenheit ermöglicht. Ein Design, das von der Mutter Natur geschaffen wurde. Ich bin nur der Darsteller.

Ich bin in Slovakia geboren. Nach der Fachschule für Kunst in Košice absolvierte ich die Bildhauerkunst an der Hochschule für bildende Kunst in Bratislava. Neben der Schule habe ich mich mit Illustrationen, Comic, Malerei, Photographie, Animation, industriellem und graphischem Design, 3D Graphik und weiteren Formen der bildenden Äußerung befasst. Ich arbeitete in einer Werbeagentur, wo ich an vielen Kampagnen und Publikationen mitgewirkt oder diese geschaffen hatte. Zu meinem Portfolio gehören mehr als 200 CD und MC Hüllen für Interpreten der Slowakischen und Tschechischen Popmusik. Für meine Kunstbildung – konkret für die Hülle des Jahres – wurde ich zweimal mit dem slowakischen Preis Grammy gekrönt. Nach 20 Jahren kommerzieller Schöpfung habe ich mich entschieden aus der Werbung zu scheiden und mich ausschließlich mit eigener bildender Schöpfung zu befassen.

Die Idee, ein eigenes Atelier mit spezifischer Orientierung zu gründen, entstand bereits in der Vergangenheit. Sie wurde jedoch zur Realität, die mit ermöglichte meine handwerkliche Fertigkeit mit schöpferischer Tätigkeit zu verbinden, was die Tastatur und Maus nicht ermöglichten. Die Tätigkeit des Bildkunstateliers Busta.sk begann 2014. Die Entstehung der Bildkunstwerke selbst ist ein technologisch ziemlich anspruchsvoller Prozess, der den menschlichen Körper direkt nutzt. Die Arbeit ist eine komplizierte manuelle Tätigkeit – Synergie vieler Berufe.

Ich versuche ein Handwerker zu sein, aber mit einem Gefühl für kunstliche Wahrnehmung der Realität.

Schaffung.

Der Körper stellt die Grundlage dar, von der ich mit Hilfe verschiedener Techniken Reliefakte schaffe. Bei der Bemühung um die Darstellung des Körperdesign suche ich nach seiner aerodynamischen Linie, die selbst für sich vollkommen ist. Mit einem leicht erotischen Unterton und mit ausgeprägter Farbigkeit und Glanz erhalten die Werke eine exklusive Gestaltung. Auch deswegen ist meine Arbeit für alle zugänglich und verständlich. Neben der fachlichen und laienhaften Öffentlichkeit können meine Werke auch von einem Blinden beurteilt werden.

Gießprozess.

Der Wichtigste Teil des Prozesses ist ein richtiges Arrangement des Körpers. Dadurch wird die Gesamtgestaltung bestimmt. Ich suche nach einem Kompromiss mit der Betonung der Würdigkeit – so dass die Körperqualitäten der gegossenen Person hervorgehoben werden und das Modell dies schaffen kann.

Auf den Körper wird Silikon aufgetragen und es entsteht eine negative Silikonform. Nach der Erstarrung wird durch geduldiges, kontinuierliches Abziehen die Form vom Körper beseitigt – getrennt. Für das Modell endet hiermit der gesamte Prozess. Das Abziehen der Form ist anspruchsvoll; leicht kann es zu einer Beschädigung oder einer Verformung kommen. Die Form wird überprüft, korrigiert und mit Gießmaterial befüllt. Nach der Erstarrung des Materials wird die Silikonform beseitigt. Es entsteht ein Rohling, der durch eine Serie notwendiger Prozesse geht – vom Schleifen, Retusche bis hin zur Oberflächenbehandlung.

Gussproduktion.

Die Buntheit der Farben, neue Technologien, Behandlungen mit verschiedenen Effekten – das alles ermöglicht ein „Anziehen“ des Körpers in beispiellose Kleidung. Dies verleiht den Werken die originelle Gestaltung. Jedes entstandene Produkt ist einzigartig und kann nicht nachgeahmt werden. Die Werke werden aus Alabaster- Gips und aus Akrylat gefertigt. Ihre Attraktivität entspricht den modernen Zeiten, technologischen Möglichkeiten, neuen Werkstoffen, aber auch einer Änderung des Denkens bei der Ansicht der Nacktheit als Schönheit des menschlichen Körpers. Die Skulpturen erfordern keinen gesonderten Raum im Innenraum. Sie sind so gestaltet, dass sie an die Wand gehängt werden können, sich in dominanter Höhe abheben und dadurch klassische Gemälden ersetzen.

Jeder Körper ist gleichermaßen anders. Ihr kann jedoch ewig sein.